Der Tod ist allgegenwärtig im Werk der 1965 geborenen Fotografin und Filmemacherin Brigitte Maria Mayer; nicht so sehr als Ungeheuer sondern als unausweichliches Phänomen menschlichen Daseins. Die Vielfältigkeit des Hinübergleitens in das große Nichts danach ist eines ihrer großen Themen. In Historiengemälden nachempfundenen Szenarien, in persönlichen, tagebuchähnlichen Erinnerungsfotografien oder in großen theatergleichen Bildinszenierungen spirituellen, mystischen oder zeitgeschichtlichen Inhalts, das Unausweichliche durchzieht ihr Werk wie ein roter Faden. Dass auch Geburt, Eros und Alter in ihrer Arbeit von immanenter Bedeutung sind, ebenso wie die durch Liebe, Ideologie und Haß verursachten Dramen des Lebens kann da nicht verwundern.